Eine Autoimmunerkrankung, die das Gelenk zerstört

Bei der chronischen Polyarthritis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, welche durch einen Angriff auf die Gelenkinnenhäute das Gelenk zerstört. Unbehandelt droht meist eine Frühberentung.

Immunabwehr attackiert Antigen-Struktur

Warum es prinzipiell zu einer Autoimmunerkrankung kommen kann, liegt noch weitgehend im Dunkeln. Hier können genetische Einflussfaktoren, aber auch die Immunantwort auf das Eindringen von Viren und Bakterien eine Rolle spielen. So sollen bestimmte Mikroben die Antigen-Struktur von Synoviazellen der Hand- oder auch Zehen-Grundgelenke annehmen können. Die Folge ist, dass dadurch die Gelenke und nicht das Bakterium selbst, durch die körpereigene Immunabwehr attackiert werden.

Basistherapeutika zwar wirksam, jedoch mit Nebenwirkungen

Für die chronische Polyarthritis steht, im Unterschied zu einer bakteriellen Arthritis, keine vernünftige Kausaltherapie zu Verfügung. Ziel ist grundsätzlich, mittels sog. Basistherapeutika eine weitestgehende Hemmung entzündlicher Prozesse vorzunehmen, so dass es auch via Schmerzlinderung zu einem Erhalt von Funktion und Kraft der Gelenke kommt.

Hier ist als erstes Cortison zu nennen, das in Form einer Hochdosistherapie die Entzündungsreaktion herunterfahren soll. Allerdings ist dessen Wirkung zweischneidig, da nicht nur die Entzündung und die Destruktion von Knochen gehemmt wird, sondern auch ihre natürliche Reparaturfähigkeit. Die Dosierung wird deshalb schon nach wenigen Tag stark minimiert, da ansonsten mit einer Osteoporose zu rechnen wäre.

Klassische Entzündungshemmer wie Ibuprofen oder Diclofenac können zu Magengeschwüren und Darmschädigungen führen. Auch das Chemotherapeutikum Methotrexat vermindert Schmerzen, Gelenkschäden und verbessert die Gelenkfunktion. Möglichen Nebenwirkungen wie Leberschäden, einem stärkeren Haarausfall, Übelkeit und Erbrechen, versucht man deshalb mit einer Niedrigdosierung auszuweichen.

Unterschiedliche Therapiebilanz

Grundsätzlich profitiert ein Drittel der Patienten von den genannten Basistherapeutika, ein weiteres Drittel hätte auch ohne Therapie keine nachweisbare Gelenkzerstörung erlitten und das letzte Drittel bricht die Therapie wegen Unwirksamkeit oder Nebenwirkungen ab.

Schmerztherapie einer chronischen Polyarthritis

In einer Studie nahmen bei 82% der Patienten die Schmerzen ab, wobei sich auch die Schwellungen reduzierten sowie die morgendliche Steifigkeit der Finger.

Detaillierte Informationen zu den zugrunde liegenden Studien einer chronischen Polyarthritis erhalten Sie auf der Seite Schmerzstudien

Warum kann unsere Schmerztherapie funktionieren?

Eine der wichtigsten Wirkeffekte unserer Therapielösung ist die Entzündungshemmung. Dies hängt vorrangig mit einer Herunter-Regulierung (Down-Regulation) von entzündungsfördernden Botenstoffen des Immunsystems (Cytokinen) zusammen.  Und im Gegensatz zu medikamentösen Behandlungsalternativen, ist dabei von keinerlei Nebenwirkungen auszugehen.

Beachten Sie bitte weitere wichtige Informationen auf folgenden Seiten: