Generalisierte Tendomyopathie, die allen Erklärungsversuchen trotzt

Obwohl das Fibromyalgie-Syndrom in das Schema eines myofaszialen Syndroms zu passen scheint, ist es ein eigenständiges, weitgehend unverstandenes Geschehen.

Risiko unnötiger Operation ist hoch

Durchschnittlich vergehen im Durchschnitt ca. 8,5 Jahre, bis eine Fibromyalgie überhaupt diagnostiziert wird. In der Zwischenzeit ist das Risiko unnötiger Operationen hoch. Eine Untersuchung der ENFA (European Network of Fibromyalgia Associations) beurteilt, dass ca. 90% der Haus- sowie Fachärzte in Deutschland, die Patienten, die an einer Fibromyalgie leiden, nicht (immer) ernst nehmen.

Neben den Kernsymptomen chronischer, sich abwechselnder Schmerzen des Bewegungsapparats und typischer Triggerpunkte (Muskel- und Sehnen-Ansatzpunkte), gibt es weitere Begleitsymptome wie Abgeschlagenheit (78% der Betroffenen), Morgensteifigkeit (72%), rasche Erschöpfung, nicht erholsamer Schlaf (75%), Reizdarmsymptomatik (80%), Reizblase, Angst (45%) und zudem noch depressive Episoden und Probleme mit dem Gedächtnis.

Auftretende Gelenkschmerzen (85%) werden dabei oftmals als rheumatische Erkrankung missinterpretiert. Nicht selten spricht man auch von einem funktionellen, psychovegetativen Schmerzsyndrom, bei dem sich seelische Störungen am Bewegungsapparat widerspiegeln sollen.

Fibromyalgie-Patienten unterliegen einem enormen Leidensdruck

Zu den Standardtherapien bei einer Fibromyalgie zählen Physiotherapie, Antidepressiva, Medikamente gegen neuropathischen Schmerzen, sowie eine Psychotherapie, von denen maximal die Hälfte der Patienten profitieren. Meist erleben die Patienten die Therapien jedoch als unbefriedigend, enttäuschend und frustrierend. Denn oft werden sie in die Rolle eines Simulanten gedrängt, dem es nur darum gehe, sich krank zu melden oder eine Frühberentung zu erreichen.

Organische Ursache für das Fibromyalgiesyndrom

Auch besteht in der Bewertung des Therapieerfolgs eine erhebliche Diskrepanz zwischen Therapeuten und Patient. Maßnahmen der physikalischen Medizin bleiben dabei oft erfolglos. Und einem klassischen psychotherapeutischen Zugang stehen die meisten Patienten eher ablehnend gegenüber. Beim Fibromyalgiesyndrom ist grundsätzlich von einer organischen Ursache auszugehen, die wohl von abertausenden kleinsten Nervenfasern ihren Ausgang nimmt, wobei es unklar bleibt, warum eine Signalaktivierung erfolgt.

Schmerztherapie einer Fibromyalgie

In einer Placebo-kontrollierten Studie mit Fibromyalgie-Patientinnen ist es mit unserer Lösung zur Schmerztherapie nach einer mehrwöchigen Behandlung im Vergleich zu einer Scheinbehandlung gelungen, sowohl eine deutliche Schmerzlinderung zu erzielen, als auch eine Verbesserung der depressiven Symptomatik. Dieser Erfolg hatte sich bereits in einer Vorläuferstudie angedeutet.

Detaillierte Informationen zu den zugrunde liegenden Studien zur Therapie eines Fibromyalgiesyndroms erhalten Sie auf der Seite Schmerzstudien

Warum kann unsere Schmerztherapie funktionieren?

Eine Fibromyalgie unterscheidet sich deutlich von den meisten lokalen Schmerzsyndromen des Bewegungsapparats. Denn die dort befindlichen, myofaszialen Verhärtungen mit Knotenbildung, sind bei der Fibromyalgie nicht anzutreffen. Trotz allem beweisen starke muskuläre Spannungszustände an den Sehnenansatzpunkten, dass offensichtlich auch hier eine Verhärtung, jedoch ohne Knotenbildung, für den Druckschmerz verantwortlich ist.

Nur bei einem verhärteten Muskel kommt es zur Kompression von sensiblen Nervenfasern, die sich mit ihrer naturgegebenen Aufgabe äußern, Schmerzen anzuzeigen. Bei der Fibromyalgie ist jedoch davon auszugehen, dass die Verhärtungen nicht durch die Überlastung von langsamen Muskelfasern zustande kommen, sondern dass die Signalgebung aus dem zentralen Nervensystem erfolgt.

Nachdem eine muskuläre Verhärtung immer darauf angewiesen ist, dass sich die lokale Durchblutung vermindert, ist es therapeutisch notwendig, in diesem Bereich eine Durchblutungssteigerung durchzuführen. So liegt es nahe, das starke mikrozirkulatorische Potential unserer Therapielösung zu nutzen, um hier eine nachhaltige lokale Durchblutungssteigerung in Gang zu setzen.

Unabhängig davon kann unsere Therapielösung auch mit unserem autonomen Nervensystem („Vegetativum“) interagieren, d.h. das es starke Tendenzen gibt, dass sich ein dysreguliertes Vegetativum wieder neu justieren kann. Ein besonders wichtiger Therapieeffekt ergibt sich auch über die Möglichkeit, dass sich unter dem Einsatz unserer Therapielösung das sog. Membranpotential bzw. die „Zellspannung“ erhöhen kann und sich damit, die mit einer Fibromyalgie meist verbundene körperliche Abgeschlagenheit, verbessern kann. Auch der Einfluss unserer Therapielösung auf die für den Traum- und Tiefschlaf wichtigen Hirnwellen, eröffnet die Möglichkeit, in die für eine Fibromyalgie typischen Schlafstörungen direkt einzugreifen.

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