Wenn die Rückenmuskeln versagen

Die Wirbelsäule ist das zentrale und stabilisierende Element des Menschen. Als knöcherne Verbindung zwischen Ober- und Unterkörper arbeitet sie direkt mit der umgebenden Muskulatur zusammen und ermöglicht so eine aufrechte Haltung.

Rückenschmerzen – der diagnostische Super-GAU

Die orthopädische Sicht von Rückenschmerzen ist eine Aneinanderreihung von Irrtümern. Auch wenn Veränderungen an der Wirbelsäule vorhanden sind, heißt dies noch lange nicht, dass ein operativer Eingriff notwendig wird.

Denn Studien mit der Kernspintomographie beweisen eindeutig, dass selbst bei völlig beschwerdefreien Personen, Veränderungen an der Wirbelsäule sichtbar sind. In einer Kernspinstudie von 1990 war das Ergebnis, dass 56% der getesteten 20 bis 39-Jährigen eine Vorwölbung (Protrusion) der Bandscheibe zeigten und 21% einen deutlich sichtbaren Bandscheiben-Vorfall (Prolaps) aufwiesen. Bei älteren Patienten lagen die degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule nahezu bei 100%, ohne dass dies, laut Studie, mit einem Schmerzempfinden verbunden war.

Die Schmerzklinik Kiel stellte Ende der 1990er fest, dass 85% aller akuten und chronischen Rückenschmerzen unspezifisch sind, d.h. dass sie nicht auf einen Schaden an der Wirbelsäule zurückzuführen sind. Inzwischen wird diese Tatsache sogar von den gesetzlichen Krankenkassen bestätigt. Mit mindestens 85%-iger Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass die Diagnose eines Bandscheibenvorfalls, einer Wirbelkanalstenose oder einer degenerativen Veränderung der Wirbelsäule, nicht die Ursache des beklagten Schmerzsyndroms ist.

Die tatsächliche Ursache von Rückenschmerzen

So stabil die Wirbelsäule auch wirken mag: Ohne Unterstützung von Muskeln und Bändern, ist sie lediglich Krafteinwirkungen von ca. 9 kg gewachsen. Im täglichen „Einsatz“ wird sie jedoch bis zu 100 Mal stärker belastet. Deshalb ist die Wirbelsäule zwingend auf eine stabile und ausdauernde Haltemuskulatur angewiesen.

Nachdem, zivilisatorisch bedingt, unsere Rückenmuskulatur nicht mehr besonders ausgeprägt ist, führen bereits kleinste Fehlhaltungen zur Überlastung der direkt betroffenen Muskelfasern. Um die Belastung abzuwenden, reagieren diese Muskelstränge mit einem „Notfallprogramm“. Die Konsequenz sind „Versteifungen“ bis hin zu winzigen Knotenbildungen.

Bei diesem Geschehen, das myofasziales Syndrom genannt wird, werden die betroffenen Muskelstellen sozusagen „bretthart“. Dadurch werden die, in den Muskelfasern verlaufenden sensiblen Nerven gereizt oder sogar gequetscht. Dieser Vorgang führt anfangs zu leichten und mit weiterem Anhalten des Zustandes zu erheblichen Schmerzen, die sich von dumpf bis beißend äußern können.

Teufelskreis der Schonhaltung

Um dem Schmerz “auszuweichen”, wird “automatisch” eine Schonhaltung eingenommen, die eine Verlagerung der einwirkenden Kräfte bewirkt. Das Schonverhalten hat jedoch fatale Folgen. Mit der ausbleibenden Bewegungsbelastung findet keine Ernährung der Bandscheibe statt.

Bandscheiben “ernähren” sich

Wichtig zu wissen ist, dass sich Bandscheiben ernähren müssen. Vereinfacht beschrieben erfolgt dies durch Bewegungsvorgänge (Diffusion). Bleibt in Folge mangelnder Bewegung eine ausreichende Ernährung der Bandscheiben aus, trocknen diese langsam aus und werden zunehmend rissig. Schließlich beginnt irgendwann der Bandscheibenkern damit, nach außen zu quellen und im schlimmsten Fall auf das Rückenmark zu drücken.

Verhärtete Muskeln müssen sich wieder auflösen

Die physikalische Medizin weiß es schon seit langem: Wird die Durchblutung des Rückenbereichs sowie der Haltemuskulatur durch ein physiotherapeutisches Training, Moorbäder oder ein hydroelektrisches Stangerbad wieder in Gang gesetzt, kommt es bei den meisten Patienten in der Regel zu einer deutlichen Schmerzreduktion. Der Grund dafür ist, dass sich mit diesen therapeutischen Prozeduren eine muskuläre Verhärtung wieder aufzulösen beginnt und die für den Schmerz verantwortliche Nervenreizung dadurch verschwindet.

Die Anwendung von Heizkissen oder Wärmflaschen sind zur dauerhaften Schmerzlinderung übrigens keine Empfehlung. Der Grund ist, dass sich nach deren Anwendung, bereits nach kurzer Zeit Muskeln noch mehr verkürzen als zuvor. Dieser Vorgang nennt sich überschießende Muskelkontraktion bzw. Rebound-Phänomen.

Therapieverfahren erreichen Schmerzreduktion

Die Erhöhung des Aktivitätslevels, z.B. durch ein mehrmonatiges, therapeutisches Muskeltraining, verlangt vom Schmerzpatienten viel Motivation ab. Dieses Training ist nicht nur anstrengend, sondern kann meist nicht schmerzfrei durchgeführt werden. Gute Alternativen, wie hydroelektrische Stangerbäder, stehen genauso selten zur Verfügung, wie z.B. physiotherapeutische Einrichtungen mit dem Angebot, Moorbäder durchzuführen.

Schmerztherapie des Rückens

Randomisierte und Placebo-kontrollierte Studien beweisen, das mit unserer Therapielösung, schmerzlindernde oder schmerzbefreiende Effekte auf Schmerzzustände des Rückens zu erzielen sind. Dies geschieht durch eine deutliche Durchblutungssteigerung im behandelten Bereich. In den zugrunde liegenden Rückenschmerz-Studien konnte z.T. eine vollständige Auflösung von Muskelverhärtungen erzielt werden.

Detaillierte Informationen zu den zugrunde liegenden Studien zur Therapie von Rückenschmerzen erhalten Sie auf der Seite Schmerzstudien

Warum kann unsere Schmerztherapie funktionieren?

Unsere Therapielösung kann eine deutliche Durchblutungssteigerung erzielen. Der Effekt der Durchblutungssteigerung kann dazu führen, dass sich muskuläre Verhärtungen wieder auflösen.

Folgende Schmerzsymptome können mit unserer Lösung zur Schmerztherapie mit guten Erfolgsaussichten behandelt werden:

  • Chronische lumbale Rückenschmerzen
  • Chronische Nackenschmerzen
  • „Diagnostizierte“ Wirbelkanalstenosen
  • Akuter „diagnostizierter „Bandscheibenvorfall“
    Ausnahme: Blasen- und Mastdarmstörungen oder eine vollkommene Lähmung eines Beinmuskels
  • Hexenschuss / Ischialgie

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